top of page

Wie das Gehirn sich verändert - und warum darin eine große Chance liegt

  • Autorenbild: Klaus Wrobel
    Klaus Wrobel
  • 22. Nov. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Das Gehirn ist kein statisches System. Es reagiert ständig auf das, was wir erleben, denken und verarbeiten. Die Neurobiologie spricht von Neuroplastizität – dem fortlaufenden Umbau neuronaler Verbindungen. Besonders bis etwa zum 24. Lebensjahr wächst das neuronale Netzwerk sehr schnell. Diese Phase bildet das Fundament für geistige Flexibilität, emotionales Gleichgewicht und Lernfähigkeit. Aber auch danach bleibt das Gehirn veränderbar – sofern es gefordert wird.


Aus psychologischer Sicht ist nicht jeder Stress automatisch problematisch. Entscheidend ist, ob Bewältigungsfertigkeiten vorhanden sind. Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell beschreibt, dass psychische Krisen entstehen können, wenn äußere Belastungen auf innere Verletzlichkeit treffen – und frühe Warnzeichen übersehen werden. Werden Symptome ignoriert oder Strategien fehlen, kann das System überlastet werden. Gerade hier zeigt sich die Bedeutung neuroplastischer Prozesse: Fähigkeiten im Umgang mit Emotionen, Perspektivwechsel oder Problemlösen lassen sich aufbauen – sie müssen jedoch aktiv erlernt werden.


Persönliches Wachstum bedeutet daher, das Gehirn gezielt zu nutzen. Resilienz entsteht, wenn Erfahrungen verarbeitet und integriert werden. Bereits einfache Faktoren fördern diesen Prozess:

  • neue Lerninhalte

  • Bewegung und Körperbewusstsein

  • soziale Verbundenheit

  • bewusste Reflexion

  • Umgang mit Herausforderungen statt Vermeidung


Fazit:

Das Gehirn speichert, was wiederholt aktiviert wird. Es reagiert – ob bewusst oder unbewusst. Darin liegt eine wesentliche Chance: Resilienz ist kein starres Merkmal, sondern ein lernbarer Prozess. Was wir heute fördern, kann morgen Stabilität geben. Die Frage lautet nicht, ob sich das Gehirn verändert – sondern wie.

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page